Was der Plan erwartet hat und was du gibst: deine Anstrengung nach dem Training
Du bist einen lockeren Dauerlauf von zwanzig Minuten gelaufen. Auf dem Bewertungsblatt steht der Regler schon auf einer Zahl, mit „vorgeschlagen“ dahinter, und darunter, was dein Plan für diese Einheit erwartet hat. Welche Zahl gibst du, und was passiert danach damit?
Kurz zusammengefasst
- Hängt deine Einheit an deinem Plan, beginnt der Vorschlag bei der erwarteten Anstrengung.
- Wie anstrengend es sich angefühlt hat, weißt nur du.
- Gibst du lockeren Dauerläufen regelmäßig eine Stufe mehr, als dein Plan erwartet hat, passt sich die erwartete Anstrengung in deinem Plan im Lauf der Wochen daran an, wie du Anstrengung erlebst.
- Eine Bewertung über der Erwartung ist kein Fehler.
1.Zwei Zahlen auf dem Bewertungsblatt
Die erste Zahl steht auf dem Regler: ein Vorschlag, wie anstrengend deine Einheit war, auf einer Skala von 1 bis 10, mit einem Wort dazu. Hängt deine Aktivität an einem Training aus deinem Plan, steht darunter eine zweite Zeile mit der erwarteten Anstrengung. Das ist dieselbe Zahl wie auf deiner Trainingskarte.
Sind beide gleich, siehst du eine Zeile mit „wie im Plan“ dahinter. Schiebst du selbst, bleibt die Erwartung deines Plans sichtbar, damit du deine eigene Bewertung daneben siehst.
Bei einer einzelnen Aktivität ohne Training aus deinem Plan steht nur der Vorschlag da. Bei einem kurzen Spaziergang steht keine Zahl unter dem Regler, und du wählst selbst.
| Situation | Was du siehst |
|---|---|
| An einem Training aus deinem Plan | Den Vorschlag und die erwartete Anstrengung |
| Vorschlag gleich wie der Plan | Eine Zeile mit „wie im Plan“ dahinter |
| Einzeln, ohne Training aus deinem Plan | Nur den Vorschlag |
| Ein kurzer Spaziergang | Keine Zahl; du wählst selbst |
2.Worauf der Vorschlag beruht
Hängt deine Einheit an deinem Plan, beginnt der Vorschlag bei der erwarteten Anstrengung. Die hat die geplante Dauer schon berücksichtigt. Bist du kürzer oder länger gelaufen als geplant, verschiebt sich der Vorschlag um eine Stufe: Wer einen geplanten Stundenlauf nach zwanzig Minuten beendet, bekommt einen leichteren Vorschlag.
Danach zählt, was deine Herzfrequenz gezeigt hat. Bist du eine lockere Einheit wirklich locker gelaufen, mit fast deiner ganzen Zeit in den unteren Zonen, bleibt der Vorschlag niedrig und kann unter der Erwartung landen. Dann sagt diese Zahl, dass deine Einheit ruhiger war, als dein Plan erwartet hat.
3.Warum nur deine eigene Bewertung zählt
Der Vorschlag ist eine Schätzung aus deinem Plan und deiner Einheit. Wie anstrengend es sich angefühlt hat, weißt nur du. Deshalb zählt nur eine Bewertung, die du selbst wählst, als dein Urteil. Lässt du den Vorschlag stehen, wird deine Einheit mit diesem Vorschlag gespeichert, und er zählt nicht dafür, wie dein Plan deine Bewertungen liest.
Gibst du lockeren Dauerläufen regelmäßig eine Stufe mehr, als dein Plan erwartet hat, passt sich die erwartete Anstrengung in deinem Plan im Lauf der Wochen daran an, wie du Anstrengung erlebst. So steht auf deiner Trainingskarte eine Zahl, die zu dir passt, und nicht zu einem durchschnittlichen Läufer.
4.Wenn es sich schwerer angefühlt hat als geplant
Eine Bewertung über der Erwartung ist kein Fehler. Sie sagt etwas über diesen Tag: eine kurze Nacht, Hitze, eine volle Woche oder eine Einheit, die du nüchtern gemacht hast. Gib dann die Bewertung, die stimmt, auch wenn sie höher ist als der Vorschlag.
Waren deine letzten zwei Qualitätseinheiten einer Sportart beide nüchtern und fühlten sich beide schwerer an als geplant, steht bei deiner nächsten Qualitätseinheit eine Zeile zum Essen vorher. Was nüchtern mit deiner Herzfrequenz macht, steht im Artikel über nüchtern laufen.
Häufige Fragen
Muss ich den Vorschlag übernehmen?
Nein. Er ist ein Startpunkt auf dem Regler. Wähle die Bewertung, die dazu passt, wie sich die Einheit angefühlt hat, auch wenn sie vom Vorschlag oder von deinem Plan abweicht.
Warum weicht der Vorschlag von der erwarteten Anstrengung ab?
Der Vorschlag beruht auf deinem Plan und auf der Einheit selbst: wie lange du unterwegs warst und was deine Herzfrequenz gezeigt hat. Bist du kürzer gelaufen als geplant oder blieb deine Herzfrequenz niedrig, fällt der Vorschlag niedriger aus.
Was ist der Unterschied zwischen Anstrengung und Belastung?
Die Belastung kommt aus deiner Dauer und deiner Intensität, gemessen von deiner Uhr oder deinem Radcomputer. Die Anstrengung ist dein Urteil. Nach einer kurzen Nacht kann sich dieselbe Belastung schwerer anfühlen, und das sagt nur deine Bewertung.
Was passiert, wenn ich keine Bewertung gebe?
Dann bleibt deine Aktivität gespeichert und zählt für deine Belastung. Es fehlt nur dein Urteil darüber, wie anstrengend es sich angefühlt hat.
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