Sweet Spot
Sweet Spot ist die Intensität knapp unter deiner Schwelle — schwer genug, um deine Schwelle nach oben zu schieben, leicht genug, um ziemlich lange dort zu bleiben. Beliebt ist er, weil du relativ viel Trainingsreiz für relativ geringe Erholungskosten bekommst.
Was ist Sweet Spot?
Der Sweet Spot liegt in der gängigen Einteilung zwischen Tempo und Schwelle: knapp unter der Belastung, die du noch lange kontrolliert hältst. Beim Radfahren werden dafür oft etwa 88 bis 94 Prozent deiner FTP genannt — deiner Schwellenleistung. Es fühlt sich „hart, aber machbar“ an: Du atmest tief und kontrolliert, Reden geht in kurzen Sätzen, und nach einem Block von zehn bis zwanzig Minuten bist du müde, aber nicht kaputt.
Der Reiz liegt im Verhältnis von Ertrag und Kosten. Knapp über deiner Schwelle steigt die Ermüdung stark und du brauchst Tage zur Erholung; knapp darunter hältst du deutlich mehr Minuten durch und es kostet dich erheblich weniger. Für alle mit begrenzter Zeit ist das ein effizienter Weg, Schwelle und Durchhaltevermögen nach oben zu schieben.
Wie trainierst du Sweet Spot — und wann nicht?
Die klassische Form ist eine Blockeinheit: nach ruhigem Aufwärmen zwei bis vier Blöcke von zehn bis zwanzig Minuten im Bereich, mit einigen Minuten lockerer Erholung dazwischen. Auf dem Rad steuerst du über Watt, beim Laufen über Tempo oder Herzfrequenz. Eine lange Ausfahrt mit einem kurzen Sweet-Spot-Block abzuschließen ist eine andere verbreitete Variante: Du setzt den Reiz auf müde Beine, ohne die ganze Einheit schwer zu machen.
Die Falle ist, dass Sweet Spot sich zu angenehm trainiert. Weil er gerade nicht kaputt macht, verleitet er dazu, jede Einheit in derselben mittleren Intensität zu fahren — und dann verarmt dein Training: Deine ruhigen Dauereinheiten werden zu hart, deine harte Arbeit zu weich, und die scharfen VO2max-Reize bleiben aus. Sweet Spot ist ein Mittel für ein bestimmtes Ziel, keine Standardintensität. Halte den Großteil deiner Stunden wirklich ruhig und lass Raum für eine wirklich harte Einheit.
Wie Trimetra dies personalisiert
Trimetra plant Sweet-Spot-Arbeit als einen von mehreren Qualitätsreizen, mit Wattbereichen auf Basis deiner eigenen FTP — als eigenständige Blockeinheit oder als kurzes Finish einer langen Ausfahrt. Ob eine solche Einheit an einem Tag passt, entscheidet die App nicht nach festem Wochenschema, sondern nach deinem Belastungsaufbau und deinen Erholungssignalen; ist der Aufbau zu steil oder zeigt deine Erholung in die falsche Richtung, verschiebt sich der Reiz. Außerdem rotiert die App innerhalb desselben physiologischen Bedarfs, damit Sweet Spot nicht deine einzige Qualitätseinheit wird.
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