Functional Threshold Power (FTP)

FTP (Functional Threshold Power) ist eine praktische Schätzung der höchsten Radleistung, die du rund um deine Schwelle lange und recht stabil halten kannst. Sie ist der Anker für deine Leistungszonen und für die Belastungsberechnung deiner Radeinheiten.

Was ist die FTP?

Die FTP wird oft als „die Leistung, die du eine Stunde halten kannst“ beschrieben, doch das ist eine Faustregel, keine Definition: Wie lange jemand tatsächlich an der Schwelle fahren kann, unterscheidet sich von Person zu Person und je nach Tagesform. Sieh die FTP vor allem als den Ankerpunkt, an dem deine Zonen, Intervallziele und Belastungswerte geeicht werden.

Oberhalb der FTP schöpfst du eine begrenzte Reserve aus, die schnell aufgebraucht ist — deine anaerobe (sauerstofffreie) Reserve — und die Ermüdung steigt stark an; unterhalb der FTP lässt sich die Belastung viel länger halten. Deshalb ist ein kleiner Fehler in deiner FTP-Einstellung in jedem Training spürbar, das darauf aufbaut.

Wie bestimmst du deine FTP?

Der bekannteste Feldtest ist der 20-Minuten-Test: Nach gründlichem Aufwärmen fährst du 20 Minuten maximal, aber gleichmäßig; eine gängige Konvention schätzt die FTP auf etwa 95 % der Durchschnittsleistung. Auch Rampentests (immer schwerer bis zur Erschöpfung) sind beliebt, stützen sich aber stärker auf Annahmen über deine anaerobe Kapazität.

Die FTP lässt sich auch ohne separaten Test aus deiner Dauerleistungskurve schätzen: aus deinen besten Leistungen über unterschiedliche Dauern (von Minuten bis zu einer Stunde) aus normalen Trainings und Wettkämpfen. Dieser Ansatz setzt aber voraus, dass du regelmäßig auch mal tief gehst, sonst unterschätzt die Kurve dein Niveau.

Teste oder kalibriere neu nach einem gezielten Trainingsblock, nach einer langen Pause oder wenn sich Trainings in deinen aktuellen Zonen dauerhaft zu leicht oder zu schwer anfühlen.

Wie Trimetra dies personalisiert

Trimetra leitet FTP-Vorschläge aus deiner Dauerleistungskurve auf Basis vorhandener Trainings und Wettkämpfe ab, sodass ein separater Test nicht Pflicht ist. Jede Anpassung wird dir als Vorschlag vorgelegt und erst übernommen, wenn du zustimmst; die Vorschläge werden nur aktiv, wenn genügend aktuelle und verlässliche Leistungsdaten vorliegen.

Häufige Fragen

Kannst du deine FTP ohne Test bestimmen?

Ja. Deine FTP lässt sich aus deiner Leistungs-Dauer-Kurve schätzen: deine besten Leistungen über verschiedene Zeiträume aus normalen Trainings und Wettkämpfen. Voraussetzung ist, dass du ab und zu wirklich tief gehst, sonst unterschätzt die Kurve dein Niveau.

Was ist eine gute FTP?

Eine nackte Wattzahl sagt wenig: 250 Watt bedeuten bei 60 Kilo etwas ganz anderes als bei 90. Schau deshalb auf Leistung pro Kilogramm (W/kg) und vor allem auf deine eigene Entwicklung über Monate. Zur Orientierung liegen Freizeitfahrer rund um die Schwelle oft zwischen 2 und 3 W/kg.

Wie oft ändert sich deine FTP?

Nach einem gezielten Trainingsblock kann deine FTP spürbar steigen, nach einer langen Unterbrechung sinkt sie. Teste oder kalibriere deshalb regelmäßig neu — vor allem, wenn sich Trainings in deinen aktuellen Zonen dauerhaft zu leicht oder zu schwer anfühlen.

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