Rate of Perceived Exertion (RPE)
Die RPE (Rate of Perceived Exertion) ist eine einfache Skala dafür, wie schwer sich eine Belastung für dich anfühlt, meist von 1 bis 10. Sie macht das Training nach Gefühl konkret und funktioniert ohne Sensoren — ein vollwertiges Signal neben Tempo, Leistung und Herzfrequenz.
Was ist die RPE?
Der Gedanke dahinter: Dein Körper bündelt alles, was eine Belastung schwer macht — Atmung, Muskelermüdung, Hitze, Tagesform — in einem Gefühl, und dieses Gefühl ist erstaunlich verlässlich. Auf einer 1–10-Skala ist eine 3–4 ruhig und lange haltbar, eine 6 zügig, aber beherrscht und 8–9 sehr schwer und nur kurz haltbar. Eine 10 ist alles oder nichts.
Die RPE hat zwei große Vorteile: Sie funktioniert immer und überall, auch ohne Uhr oder Powermeter, und sie erfasst, was Sensoren verpassen. An einem schlechten Tag fühlt sich dasselbe Tempo schwerer an — und das ist relevante Information. Der Nachteil ist, dass sie subjektiv ist und Übung braucht: Einsteiger unter- oder überschätzen ihre Werte häufiger.
Wie nutzt du die RPE?
Gib deine RPE für die Einheit als Ganzes an, kurz nach dem Ende, und sei ehrlich — die Skala funktioniert nur, wenn du sie nicht schönredest. Nutze sie sowohl zum Steuern (ein Erholungstag soll niedrig sein) als auch zum Prüfen: Fühlte sich ein leichter Dauerlauf doch wie eine 7 an, sagt das etwas über deine Erholung.
Beim Krafttraining gibt es ein verwandtes Maß, RIR (Reps in Reserve): die Zahl der Wiederholungen, die du am Ende eines Satzes noch übrig hattest. Zwei übrig entspricht grob RPE 8. So übersetzt du das Gefühl auch in die Gewichte, die du wählst.
Wie Trimetra dies personalisiert
Trimetra kombiniert deine RPE mit Sportart, Dauer, Struktur und verfügbaren Sensordaten, statt sie isoliert zu betrachten. Die App lernt außerdem deine persönliche Eichung: Gibst du systematisch höhere oder niedrigere Werte an, als die Einheit erwartet, verrechnet die App diesen Versatz — sodass „eine 6 von dir“ auch wirklich eine 6 von dir ist.
Häufige Fragen
Was bedeutet RPE 6?
Auf der 1–10-Skala ist eine 6 zügig, aber beherrscht: Du arbeitest deutlich, hältst es aber kontrolliert durch. Zum Vergleich: 3–4 ist ruhig und lange haltbar, 8–9 sehr schwer und nur kurz haltbar, und 10 ist alles-oder-nichts.
Ist Training nach Gefühl verlässlich?
Überraschend verlässlich — dein Körper bündelt Atmung, Muskelermüdung, Hitze und Tagesform in einem Gefühl, und das erfasst genau, was Sensoren übersehen. Es braucht aber Übung: Anfänger über- oder unterschätzen ihre Werte öfter. Sei ehrlich bei dem, was du einträgst.
Was ist RIR beim Krafttraining?
RIR (reps in reserve) ist die Zahl der Wiederholungen, die du am Ende eines Satzes noch übrig hattest. Es ist das Kraft-Gegenstück zur RPE: zwei Wiederholungen Reserve entsprechen grob RPE 8. So übersetzt du Gefühl in die Gewichte, die du wählst.
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